Im Jahre 2015 untersuchte der Lehrstuhl für Geodäsie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum die bei einem Transport möglicherweise auftretenden Deformationen eines sehr seltenen, historischen BMW 328 Wendler Stromliniencoupés (Projektseite). Dazu wurde die Karosserie des BMW 328 vollständig mit Hilfe zweier unterschiedlicher 3D-Laserscanner geometrisch präzise vermessen. Die entstandenen Punktwolken – die virtuellen, maßhaltigen Abbilder des Fahrzeugs – erlauben es, minimale Veränderungen und Deformationen der Fahrzeugform aufzudecken und zu visualisieren.

Im Rahmen eines tunesisch-deutschen Forschungsprojektes der Archäologie wird durch das Institut für klassische Archäologie der LMU München seit 2015 die antike Hafenstadt Meninx auf Djerba untersucht. In Kooperation mit der LMU wurde der Lehrstuhl für Geodäsie damit beauftragt die messtechnische Betreuung zu übernehmen.

Unterstützung der Auswertung eines Brückenlastversuches des Lehrstuhls für Metallbau an der TUM durch den Lehrstuhl für Geodäsie mittels Laserscanmessungen, deren Auswertung und der Bereitstellung eines dafür programmierten Analyse- und Auswerteprogramms.

The AlpHaz Cluster aims at cooperating research and teaching on Alpine Hazards and related risks and mitigation...

Die Kapelle St. Georg in Roggenstein ist eine kleine mittelalterliche Kapelle in Eichenau, im Westen von München. Die Kapelle besitzt einen einzigartigen Wandmalereizyklus aus dem 15. Jahrhundert - Grund genug, dieses Kulturdenkmal ausführlich zu dokumentieren. Hierzu wurde die Kapelle von einer  brasilianischen Austauschstudentin mit einem 3D-Laserscanner erfasst und mit Hilfe von Panoramafotos mit Echtfarben überlagert. Das Ergebnis sind QuickTime-Movies und TruViews...

Zu der seit hellenistisch romanischer Zeit bekannten Oasenstadt Palmyra in der Wüstensteppe Syriens ist unter der Ägide von em. Prof. Klaus Schnädelbach in Kooperation mit der Außenstelle Damaskus der Orientabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts die TOPOGRAPHIA PALMYRENA entstanden. Die Karte ist im Maßstab 1:5000 gehalten, Detailpläne in 1:1000 Hochformat DIN A4. Erstmals sind im digitalen Geländemodell alle Gebäude und architektonischen Kunstbauten in einem einheitlichen Bezugssystem neben historischen Luftbildern, archäologischen Inselkarten und Satellitenbildern georeferenziert enthalten sowie ausführlich kommentiert. Zu diesem Zweck waren wiederholt Mitarbeiter und Studierende des Lehrstuhls in den zurückliegenden Jahren für mehrwöchige terrestrische Messkampagnen vor Ort.

In Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Rom war unter Leitung des Emeritus Univ. Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Schnädelbach der Lehrstuhl für Geodäsie damit betraut, detailreiche Vermessungsarbeiten auf dem Forum Romanum durchzuführen. Im Fokus stand die Basilica Aemilia und die Basilica Iulia. Dabei handelt es sich laut DAI um die ersten jemals durchgeführten echten Vermessungsarbeiten auf diesen Arealen, die über archäologische Bestandsaufnahmen (meist zeichnerisch) hinausgehen.

Waren zunächst die bloße Darstellung einer bunten Punktwolke oder ein animierter Flug durch ebendiese als Blickfang für Interessenten ausreichend, haben sich in den vergangenen Jahren realitätsnahe Möglichkeiten der Visualisierung etabliert. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die (inzwischen von nahezu jedem Scannerhersteller umgesetzte) Kombination der Punktwolke mit Farbinformationen einer externen Kamera. Zudem gewinnt die Verbreitung von (Mess-)Daten über das Internet zunehmendan Bedeutung. So ist es schließlich möglich, über ein spezielles Plugin projektrelevante laserscandaten über einen Web-Browser zu veröffentlichen. Im nachfolgenden Beispiel wird ein solcher Datensatz mit Hilfe des Plufgins "TruView" der Firma Leica Geosystems visualisiert.

Dieses selbstfinanzierte Forschungsprojekt beschreibt ein Multisensorsystem zur Erfassung von Tagesgängen und Eigenfrequenzen von Turmbauwerken. Leistungspotenzial unterschiedlicher Sensoren für die Beobachtung der Turmbewegungen inklusive hochfrequenter Schwingungsanteile wurde am Beispiel des Olympiaturmes in München aufgezeigt. In Abhängigkeit von Wind und Sonneneinstrahlung kann dabei die Auslenkung der Turmspitze einige Zentimeter bis Dezimeterbetragen. Wärend Wartungsarbeiten konnte ein Multisensorsystem vorübergehend installiert und bertrieben werden. Dieses bestand aus einem Leica GPS1200 Empfänger, dessen Antenne direkt aufder Turmspitze montiert werden konnte, und zweier Totalstationen (Leica TCRA 1101+), die ein 360°-Prisma direkt unterhalb der GPS-Antenne im Trackinmodus verfolgten. Zusätzlich kamenein Zweiachs-Neigungssensor (Leica Nivel20) sowie eine Inertiale Messeinheit (IMU) der Firma iMAR zum Einsatz.

Das Juneau Icefield Research Program (JIRP) ist eines der ältesten Gletscherforschungsprogramme weltweit. Es wurde von Prof. Dr. Maynard M. Miller im Jahre 1946 gegründet. Seit 1981 werden die geodätischen Messkampagnen von der Universität der Bundeswehr, der Technischen Universität München und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich geleitet. Die Ergebnisse dieser Vermessungsarbeiten werden in einem jährlichen Bericht auf der Webseite crevassezone.org zusammengefasst.