WEITERBILDUNG

Verschiedene DVW-Arbeitskreise, auch unter Mitwirkung des Lehrstuhls für Geodäsie, veranstalten regelmäßig berufliche Fortbildungsseminare zu Themen der geodätischen Praxis und wissenschaftlichen Anwendung; z.B. die seit 2005 jährlich stattfindenden Seminare zum Terrestrischen Laserscanning (TLS). Dabei richtet sich das jeweilige Programm nicht ausschließlich an die Mitarbeiter von Hochschulen, sondern vielmehr an die breite Masse der interessierten Ingenieurgeodäten, die so anhand praxisnaher Beispiele ihren Kenntnisstand aktiv erweitern können.

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Seit 1956 organisiert der Lehrstuhl für Geodäsie der TU München in Kooperation mit der TU Graz und der ETH Zürich die mehrtägigen "Internationalen Kurse für Ingenieurvermessung". Die "Ingenieurvermessung 20xx" zählt mit bis zu 400 Teilnehmern zu den bedeutendsten Veranstaltungen auf diesem Gebiet. Im regelmäßigen Turnus von 3 (ehemals 4) Jahren treffen sich Wissenschaftler und Praktiker für 5 Tage in München, Graz oder Zürich. Die letzte Veranstaltung  in München fand vom 23. bis 27. Feb. 2010 statt.

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Seit einigen Jahren zeichnet sich in der Ingenieurgeodäsie ein Trend in Richtung bild- und lasergestützter Messsysteme ab. Diese werden vornehmlich zur Bestandsdokumentation und Bauaufnahme eingesetzt, eignen sich jedoch aufgrund ihres möglichen hohen Automatisierungsgrades auch für kontinuierliche Deformationsmessungen. Einen hybriden Ansatz stellt dabei die Fusionierung zwischen konventionellem Tachymeter und bildgebendem Sensor dar. Wesentlich ist dabei, dass im Strahlengang des Tachymeterfernrohres ein CCD- bzw. CMOS-Sensor integriert ist. Dies ermöglicht das Auslesen des Sehfeldinhaltes und die Weiterverarbeitung der auf diesem Wege erfassten geo-referenzierten Bilder. Der Workshop "Videotachymetrie – Wege in eine intelligente Zukunft" soll einen Überblick über aktuelle Forschungsthemen und Anwendungen rund um den Themenkomplex "Videotachymetrie" geben.

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In der modernen Ingenieurgeodäsie werden zunehmend komplexe Sensorsysteme bzw. -verbunde gefordert. Diese erfordern auch die Entwicklung neuer Ansätze für die Steuerung, die Auswertung sowie die Interpretation der erfassten Daten. Im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) besteht eine Reihe von Techniken, die für eine effiziente Lösung solcher Probleme eingesetzt werden können. Heute können eine Unzahl von unterschiedlichen Techniken und Methoden aus dem Bereich der KI in der Ingenieurgeodäsie und Messtechnik eingesetzt werden. Zu den wichtigsten Vertretern gehören künstliche neuronale Netze, wissensbasierte Systeme, evolutionäre Algorithmen (bzw. genetische Algorithmen) und (Multi)-Agenden Systeme. Der Workshop "Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in der Ingenieurgeodäsie" soll einen Überblick über Methoden der KI, welche heute für Lösungsansätze in der Ingenieurgeodäsie zum Einsatz kommen geben.

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