DIENSTLEISTUNGEN DES GEODÄTISCHEN PRÜFLABORS

Unser Geodätisches Prüflabor als zugeordnete Einheit des Lehrstuhls für Geodäsie der TU München bietet ein breites Spektrum an ingenieurgeodätischen Spezialleistungen. Neben dem umfangreichen Angebot zur Kalibrierung vermessungstechnischer Präzisionsmessinstrumente und -gerätschaften übernimmt das Geodätische Prüflabor im Rahmen von Forschungsprojekten Aufgaben mit Pioniercharakter, die einen Gewinn neuerer Erkenntnisse und Erfahrungen für die wissenschaftliche Arbeit des Lehrstuhls für Geodäsie ermöglichen. Unsere aktuelle Forschungsprojekte sind

  • Ingenieurgeodätische Überwachungsmessungen in und an historischen Sakralbauwerken
  • Videotachymetrie - Sensorik der Zukunft

Wir beraten und unterstützen Sie gerne bei Ihren individuellen Messaufgaben. Der Lehrstuhl für Geodäsie fühlt sich vor allem den geodätischen Messverfahren höchster Präzision verpflichtet. Dazu zählen Geräteuntersuchungen und -kalibrierungen, die das Anwendungsspektrum bestehender Systeme verbessern und erweitern und ebenso innovative Messkonzepte für Sonderaufgaben im Bereich Inhenieurgeödäsie. Eine Übersicht über unser Leistungsspektrum können Sie unserem Informationsblatt entnehmen

Aktuelle Schwerpunkte zum Thema "Kalibrierung geodätischer Präzisionsinstrumente"

  • Überprüfung von kinematischen Sensoren, insbesondere die Kalibrierung von zielverfolgenden Servo-Tachymetern für kinematische Anwendungen
  • Kalibrierung von Präzisionsnivellierlatten (Invar-, Strich- und Codelatten) für Höhenübertragungen höchster Genauigkeit (NivKal).
  • Kalibrierung von überlangen Maßbändern zur präzisen Höhenübertragung in Sperrenbauwerken
  • Kalibrierung von Terrestrischen Laserscannern (TLS) befindet sich im Aufbau

Mehr zum Thema Kalibrierung

Am Geodätischen Prüflabor des Lehrstuhls für Geodäsie der TU München werden nunmehr seit 25 Jahren Präzisionsnivellierlatten für analoges und digitales Nivellement kalibriert. Der erste Vertikalkomparator zur Untersuchung der Latten in ihrer natürlichen Gebrauchsstellung wurde bereits im Jahr 1980 entwickelt; ursprünglich zur Erfassung einzelner Striche mit einem elektro-optischen Mikroskop ausgerüstet und seit Anfang des Jahres 2004 in Hinblick auf eine vollautomatisierte Messwerterfassung und -auswertung auf moderne CCD-Technologie umgestellt.

Monitoring

Historische Kirchenbauten gehören - insbesondere in Bayern - zum kulturellen, gesellschaftlichen Erbe. Obwohl "errichtet für die Ewigkeit", nagt der Zahn der Zeit auch an diesen Bauwerken, die sich durch baustrukturelle Mängel, zunehmende Umwelteinflüsse und nachlassende Gründungsfestigkeit ebenso bedroht sehen wie durch menschliche Eingriffe (Bebauungsänderung in der Nachbarschaft, Untertunnelung). Zur Vermeidung von Schäden im Vorfeld und zur maßnahmenbegleitenden Überwachung bei bereits eingetretenen Schadensfällen hat der Lehrstuhl für Geodäsie zusammen mit dem Büro Bergmann in Pfaffenhofen ein automatisiertes Tachymetersystem speziell für das Kirchenmonitoring entwickelt.

Gutachten

Bei allen Fragestellungen rund um die Geometrie von Objekten und deren zeitlicher Variabilität ist das Geodätische Prüflabor geeigneter Ansprechpartner.
In Form von Gutachten überprüfen wir, basierend auf langjähriger Messerfahrung und mit modernem Geräteeinsatz, die Einhaltung von Toleranzen in Bau und Betrieb von Objekten, reversible und plastische Deformationserscheinungen, Einflüsse externer Störungsquellen auf geodätische Messmittel, und vieles mehr.

Referenzprojekte

Impressionen von verschiedenen Projekten des Lehrstuhls geben einen Überblick über unsere Erfahrungen und Kompetenzen.